4,9 km - m etwa 2 Stunden

Burgen , Felsen und Höhlen rund um Ferrette

Diese Wanderung führt uns um den Schlossberg von Ferrette und zeigt uns die Merkmale des Jurareliefs wie die quer einschneidenden Schluchten und die von den Wasserläufen durchflossenen Felzklötze. Dort findet ihr Karsthöhlen, schlundartige Abgründe oder Grotten von begrenzten Ausmaßen und Tiefen, wie die Grotte der Erdwibelehöhle (Erdwibelefelsen). 

Wir starten unsere Wanderung in dem historischen Dorf Ferrette einstige Residenz der Grafen von Pfirt (Ferrette) an der Kirche St-Bernard (Chor um 1300, neugotisches Schiff von 1914) und folgen der Beschilderung blauer Punkt/rote Raute. Wir folgen der Rue du Château geradeaus, lassen die Straße zur Burg links liegen und erreichen, immer geradeaus auf der Rue du Château, am Restaurant du Jura die Straße (Rue du Colonel Robelin) nach Sondersdorf.

Wir steigen am Zaun der Kaserne nach links hinauf in den Wald (blauen Punkt („Grotte des Nains“ mit dem rot-weiß-roten Rechteck „Trois etangs, Bouxwiller“) und erreichen   am oberen Ende des Zauns einen breiten Forstweg und halten uns geradeaus, bis wir an einer Lichtung auf den Waldparkplatz Keucht stoßen.

Wir wählen den Weg der rechts in den Wald hinunter führt (noch mit dem blauen Punkt), und erreichen die Wolfsschlucht (Gorge aux Loups), eine schmale Juraklamm, an deren Eingang die Grotte des Nains , die Erdwibelehöhle, gelegen ist. Am oberen Ende der Schlucht stoßen wir auf den Dreiländerweg (gelbes Rechteck), dem wir ein kurzes Stück nach links folgen, bis uns der blaue Punkt noch einmal scharf nach links führt, hinauf zum Plateau des Nains, zum Erdwibelefelsen .

 Legende von F. Bouchholtz: Kinderlose Männlein und Weiblein halfen als Gartenzwerge mit Gartengeräten aus blankem Silber den Menschen aus. Unter ihren Streichen bei den Korn- und Getreideernten fielen die Heumahden besonders reichlich aus. Zum Dank dafür deckte man bei Kilben(alemannischer Begriff für Kirchweih) und Hochzeiten ihre Plätze am Tisch zuerst. Bei den ersten Sonnenstrahlen hüpften sie zu zweien aus ihrer Berghöhle und wandelten über die Felsplatte dem Walde zu. Bis einige junge Mädchen ihre Neugier nicht bezwingen konnten und ihnen die Felsplatte am Eingang mit Sand bestreuten. Da sahen nun die Mädchen, dass sie Stapfen von Geißenfüßen im Sande zurück ließen. Darüber mussten sie so heftig lachen, dass es die Zwerge hörten, sich umwandten und, den Betrug gewahrend, mit traurigen Mienen in die Höhle zurück kehrten. Seit jenem Tag kamen sie nicht wieder zum Vorschein.

 Vom Plateau des Nains haben wir einen herrlichen Blick über das llltal und die Rheinebene mit Vogesen und Schwarzwald, bei klarem Wetter sogar bis zu den Berner Alpen.

Weiter geht es zu zwei anderen typischen Kalksteinfelsen, der Heidefluh mit Grillplätzen und Bänken, und dem Loechlefelsen mit der Aussichtskanzel. Vom Plateau des Nains wandern wir mit dem blauen Punkt durch den Wald, dann biegen wir links hoch zur Heidefluh. Wir verlassen den Felsen auf der rechten Seite des Aussichtsgatters (blaues Dreieck), stoßen gleich darauf wieder auf den blauen Punkt und folgen dem Pfad auf dem Felsengrat, bis wir auf der linken Seite die Kanzel auf dem Loechlefelsen erreichen. In steilen Kehren steigen wir hinunter ins Tal, wo wir wieder auf den Dreiländerweg stoßen (gelbes Rechteck). Wir wenden uns nach rechts und gleich darauf wieder nach links („Ferrette, Egtise“), überqueren einen kleinen Bach und klettern den Burgberg hinauf. Gut 5 Min. später, fast auf der Höhe, müssen wir links gehen (blauer Punkt, „Château, Ferrette“) und erreichen nach einem letzten Anstieg durch den Wald die Burg. Geradeaus (blaues Dreieck) stehen wir nach wenigen Schritten im unteren Burghof, nach links führt ein schmaler Pfad (blauer Punkt) außerhalb der Mauern direkt zur Oberburg - Eingang durch ein verstecktes Törchen zur Rechten.

Die weitläufige Anlage war einst Stammburg der Grafen von Pfirt oder Ferrette, deren Herrschaft im südlichen Elsass 1324 durch Heirat an das Haus Habsburg kam. Während das Oberschloss schon am Ende des Dreißigjährigen Kriege von den Schweden zerstört wurde, 1488   wurde das neu angelegte Unterschloss erst während der Französischen Revolution von aufständischen Bauern eingenommen. Den besten Überblick bietet die Plattform auf der oberen Burg, die auf den Fundamenten eines Wohnturms aus dem 13. Jh. errichtet ist .

Durch zwei Tore, die Porte Haute und die Porte Basse bummeln wir nach der Besichtigung dann wieder die Rue du Château hinunter bis zum Parkplatz an der Kirche St-Bernard.

 

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